Zecken sind mittlerweile fast das ganze Jahr über aktiv. Da sie gefährliche Krankheiten übertragen können, ist es umso wichtiger, Mittel und Wege für eine funktionierende Zeckenabwehr zu finden. Das müssen nicht immer chemische Mittel sein, auch unter den natürlichen Wirkstoffen gibt es eine Auswahl effektiver Möglichkeiten.

Da chemische Anti-Zeckenmittel starke Nebenwirkungen und Gesundheitsschäden verursachen können, ist es ratsam, bei der Vorbeugung gegen Zecken auf natürliche Mittel zurückzugreifen. Diese konnten in Studien teilweise sogar eine höhere Wirksamkeit aufweisen als chemische Produkte. Ein weiterer Aspekt ist die zunehmende Resistenz der Zecken gegenüber den marktüblichen Zeckenmitteln. 

Wir stellen dir hier eine Auswahl an natürlichen Zeckenmitteln ohne gefährliche Nebenwirkungen vor. 

Zistrose (Cistus incanus)

Die Zistrose, auch bekannt als Cistus, ist eine Pflanze mit herausragenden Eigenschaften. Die enthaltenen Wirkstoffe stärken das Immunsystem bei Mensch und Hund, wirken entzündungshemmend, antioxidativ, antiviral und antimikrobiell. Auch bei der Abwehr von Zecken hat sich die Zistrose als äusserst effektiv erwiesen. Du kannst aus dem Tee bzw. den getrockneten Blättern einen Sud zubereiten, den du dann regelmäßig vor den Spaziergängen mit einer Sprühflasche auf das Fell deines Hundes aufträgst. Eine weitere Möglichkeit ist die innerliche Anwendung. Da es sich um eine Heilpflanze mit immunstärkenden Eigenschaften handelt, sollte Cistus jedoch nicht dauerhaft eingenommen werden, sondern nur phasenweise verabreicht werden, zB. jeweils für einige Wochen im Frühjahr und Herbst, wenn die Zecken besonders aktiv sind. Zur innerlichen Gabe von Zistrose bieten sich Cistus-Kapseln an. Als Alternative kannst du deinem Hund auch täglich etwas Cistustee über das Futter geben.

Natives Kokosöl

Kokosöl bietet eine sanfte aber äusserst effektive Abwehr gegen Zecken. Die enthaltene Laurinsäure ist hierbei der entscheidende Wirkstoff. Laut einer Studie der FU Berlin wirkt die Laurinsäure schon in kleinsten Mengen abschreckend auf die Parasiten. Diese erfreuliche Wirkung hält etwa bis zu sechs Stunden an.

Um deinen Hund zu schützen, kannst du ihn vor dem Spaziergang mit einer kleinen Menge Kokosöl gleichmäßig einreiben. Vergesse dabei nicht den Bauch und die Achselhöhlen. Im Gegensatz zu vielen anderen Anti-Zeckenmitteln reizt das Kokosöl die Haut deines Hundes nicht, sondern wirkt sogar pflegend. 

Zusätzlich kannst du deinem Hund täglich ein bis zwei Mal eine kleine Menge Kokosöl über das Futter oder pur zum Schlecken geben. Dadurch wird die Zeckenabwehr von innen unterstützt, hinzu kommt die vielfältige positive Wirkung auf die Gesundheit deines Hundes.

Damit das Kokosöl seine volle Wirksamkeit entfalten kann, solltest du beim Kauf folgende Punkte beachten:

  • der Laurinsäuregehalt sollte bei mindestens 50% liegen
  • das Kokosöl sollte als “nativ” (also naturbelassen und kaltgepresst) deklariert sein
  • es sollte sich um 100% reines Kokosöl handeln

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Bernsteinhalsband

Die speziell für Hunde konzipierten Halsketten aus Bernstein sollen auf zweierlei Art gegen Zecken wirken:

1. durch die elektrostatische Aufladung zwischen Bernsteinkette und Fell des Hundes

2. durch natürliche Terpene, welche durch die Reibung des Bernsteins am Fell stetig freigesetzt werden

Damit die Bernsteinkette wirken kann, dürfen die Steine nicht poliert sein. Sie sollte ständig getragen werden, und nur kurzzeitig zur Reinigung unter fließendem, kalten Wasser abgenommen werden. Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Zeckenhalsbändern ist, dass der Hund bedenkenlos, auch von Kleinkindern, gestreichelt werden kann. Auch das Baden in Bächen und Seen ist damit unbedenklich und erlaubt.

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Schwarzkümmelöl

Ein weiterer Top-Favorit zur natürlichen Parasitenabwehr ist das Schwarzkümmelöl. Das Öl hält aber nicht nur Zecken und Flöhe fern, sondern hat auch vielfältige positive Wirkungen auf die Gesundheit deines Hundes. Es ist förderlich für ein starkes Immunsystem, wirkt gegen Krankheitserreger, entzündungshemmend und antioxidativ. Schwarzkümmelöl soll zur Besserung von Asthma- und Atemwegserkrankungen beitragen und sogar das Risiko von epileptischen Anfällen senken. Äusserlich kann es gegen Juckreiz und Hautirritationen eingesetzt werden, oberflächliche Wunden zur Desinfektion und Pflege damit behandelt werden.

Das heilende Öl kann innerlich und äusserlich angewandt werden. Für die innerliche Anwendung wird allgemein eine tägliche Dosis von ca 1mg pro Körpergewicht empfohlen, oder ca. 8 Tropfen in das Trinkwasser oder Futter des Hundes. Wie bei allen Heilmitteln solltest du es mit der Gabe nicht übertreiben und es nicht dauerhaft einsetzen. Äusserlich kann das Öl auf eine Bürste gegeben werden und in das Fell einmassiert werden. Somit pflegst du Haut und Fell deines Hundes und sorgst gleichzeitig dafür, dass Zecken & Co. ihn nicht mehr mögen.

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Bierhefe

Bierhefe enthält wertvolle Vitamine und Nährstoffe, und wirkt sich positiv auf eine gesunde Haut und glänzendes Fell aus. Zecken scheinen den Geruch, der sich durch die Einnahme der Bierhefe entwickelt, nicht zu mögen.

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Neemöl

Neemöl ist ein stark riechendes, natürliches Öl welches zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Es wirkt gegen Parasiten wie Flöhe, Läuse und Milben als auch als pflanzliches Zeckenabwehrmittel. Bei der Verwendung von Neemöl solltest du sehr vorsichtig sein und darauf achten, dass dein Hund es nicht abschleckt. Es ist ausschließlich zur äusserlichen Anwendung geeignet. Um die Haut und das Fell deines Hundes zu schützen, kannst du es mit anderen, pflegenden Basisölen mischen. Beachte immer die Produktangaben und Anwendungsempfehlungen des Herstellers.

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Der Flohkamm

Um die bestmögliche Sicherheit vor Zecken zu erreichen, solltest du zusätzlich zu dem natürlichen Zeckenmittel deiner Wahl, deinen Hund nach jedem Spaziergang mit einem Flohkamm bearbeiten. Durch die engmaschige Struktur werden selbst kleinste Zecken aus dem Fell herausgekämmt und sichtbar gemacht.

Selbst bei kurzhaarigen Hunden lassen sich Zecken mit dem bloßen Auge oft nicht erkennen, da sie sich schnell zwischen dem dichten Haarkleid verkriechen. Der Flohkamm ist daher eine optimale und einfache Hilfe.

Prüfe anschließend noch die Beine, Zehenzwischenräume, Achselhöhlen und Rute. Vergiss nicht, auch an Ohren, den Lefzen und auf der Nase nachzusehen.

Mit etwas Routine hast du deinen Hund innerhalb weniger Minuten durchgecheckt.

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